26 Abgeordnete verlassen den Cloppenburger Kreistag

13.10.2026
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Von den 48 Kreistagsabgeordneten wurden 26 nach der letzten Sitzung des Kreistages des Landkreises Cloppenburg verabschiedet.
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Der stellvertretende Landrat Johannes Kalvelage wurde von Landrat Johann Wimberg verabschiedet.
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Der stellvertretende Landrat Bernhard Möller wurde von Landrat Johann Wimberg verabschiedet.

Landkreis Cloppenburg. Im Anschluss an die letzte Sitzung des Kreistages des Landkreises Cloppenburg wurden 26 Kreistagsabgeordnete im Rahmen einer Feierstunde durch Landrat Johann Wimberg verabschiedet. Sie werden zukünftig nicht mehr dem Kreistag angehören, weil sie auf eine erneute Kandidatur verzichteten oder nicht wiedergewählt wurden. Landrat Johann Wimberg dankte allen ganz herzlich für das großartige ehrenamtliche Engagement zum Wohle der Entwicklung des Landkreises Cloppenburg.

„Die aktuelle Wahlperiode endet nun. Für 26 von Ihnen ist das der Abschluss der aktiven Arbeit in diesem Kreistag. Sie haben freiwillig in Ihrer Freizeit Verantwortung für konkrete Entscheidungen, Projekte und Maßnahmen übernommen, von denen auch immer Menschen betroffen sind. Dafür gebührt Ihnen unser Respekt und auch mein Dank, denn mit Ihnen konnte ich stets respektvoll diskutieren und wichtige Weichen für die Gegenwart und Zukunft unseres Landkreises stellen. Darüber hinaus möchte ich auch Ihren Angehörigen danken. Sie haben oft genug auf Ihre Partnerinnen und Partner verzichtet, auch wenn es mal unpassend war. Sie haben ihnen Raum gegeben, damit Sitzungen vorbereitet werden konnten und man sich in Themen einlesen konnte“, erklärte Wimberg.

Fünf kommunalpolitische Schwergewichte verlassen den Kreistag nach 25 beziehungsweise 20 Jahren. Johannes Kalvelage aus Emstek zog 2001 in den Kreistag ein und gehörte dem Gremium damit ein Vierteljahrhundert an. Seit 2021 nahm er das Amt des stellvertretenden Landrates wahr und war zuvor und währenddessen 15 Jahre Mitglied im Kreisausschuss sowie 20 Jahre im Sozialausschuss. Seine kommunalpolitische Arbeit erstreckte sich darüber hinaus auf die Bereiche Kultur und Freizeit, Planung und Umwelt, Verkehr und Schule sowie unter anderem auf die Interessenvertretung des Landkreises im Verbund Oldenburger Münsterland und als Vorsitzender des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Bernhard Möller aus Friesoythe blickt auf 20 Jahre Kreistagsarbeit zurück und hat in dieser Zeit zahlreiche verantwortungsvolle Funktionen übernommen. Seit 2016 war er stellvertretender Landrat und gehörte seit 2011 ununterbrochen dem Kreisausschuss an. Bereits zuvor hatte er den Sozialausschuss als stellvertretender Vorsitzender und von 2011 bis 2016 als Vorsitzender geleitet. Über viele Jahre war er zudem Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Zu seinen weiteren Aufgaben gehörten unter anderem die Mitarbeit in der Landkreisversammlung des Niedersächsischen Landkreistages, im Ausschuss für kommunale Entwicklungszusammenarbeit des Rates der Gemeinden und Regionen Europas sowie im Verwaltungsrat der Landessparkasse zu Oldenburg.

Bernhard Hackstedt aus Garrel gehörte dem Kreistag seit 2006 an und prägte das Gremium insbesondere als dessen Vorsitzender. Von 2011 bis 2021 stand er zehn Jahre an der Spitze des Kreistages. Darüber hinaus war er über viele Jahre im Ausschuss für Kultur und Freizeit, im Kreisausschuss sowie in verschiedenen regionalen Verbänden und Zweckverbänden engagiert. Zu seinen langjährigen Aufgaben gehörte unter anderem die Mitarbeit in der Verbandsversammlung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes, der er seit 2006 angehörte.

Auch Gregor Middendorf aus Essen ist seit 2006 Mitglied des Kreistages. Besonders eng verbunden war sein kommunalpolitisches Wirken mit der Planungs- und Umweltpolitik des Landkreises: Von 2011 bis 2021 führte er den Ausschuss für Planung und Umwelt, anschließend übernahm er bis 2026 den Vorsitz des Ausschusses für Planung, Umwelt und Klimaschutz. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre im Schulausschuss und unter anderem in den Gremien des Zweckverbandes ecopark.

Stefan Riesenbeck aus Cloppenburg gehörte dem Kreistag ebenfalls seit 2006 an. Seine Schwerpunkte lagen insbesondere im Sozial- und Jugendhilfebereich. Dem Sozialausschuss gehörte er seit 2009 durchgehend an. Darüber hinaus war er im Kreisausschuss, Jugendhilfeausschuss und Schulausschuss tätig und brachte seine Erfahrung unter anderem in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes ecopark ein.

Ebenfalls langjährige Kreistagsabgeordnete waren Uwe Behrens aus Garrel, Johanna Hollah aus Lasturp, Herbert Holthaus aus Garrel, Rainer Kroner aus Löningen und Stefan Schute aus Lindern, die dem Kreistag jeweils seit 2011 angehörten und damit drei zusammenhängende Wahlperioden mitgestaltet haben. Uwe Behrens war während dieser Zeit durchgehend Mitglied des Kreisausschusses und engagierte sich zudem im Ausschuss für Planung und Umwelt. Johanna Hollah war seit 2016 stellvertretende Vorsitzende des Kreistages, wirkte über alle drei Wahlperioden hinweg unter anderem im Verkehrsausschuss mit und war im Vorstand des Verbundes Oldenburger Münsterland. Herbert Holthaus brachte sich insbesondere im Sozial- und Verkehrsausschuss sowie über viele Jahre in den Gremien des Zweckverbandes ecopark und der Großleitstelle Oldenburger Land ein. Rainer Kroner gehörte über die gesamte Zeit dem Schulausschuss an und war darüber hinaus im Ausschuss für Kultur und Freizeit sowie im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz tätig. Stefan Schute übernahm zahlreiche verantwortungsvolle Funktionen, darunter den Vorsitz des Schulausschusses von 2016 bis 2021, nachdem er zuvor dessen stellvertretender Vorsitzender gewesen war. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in der Oldenburgischen Landschaft sowie in verschiedenen Zweckverbänden.

Henning Stoffers aus dem Saterland, Jürgen Tabeling aus Garrel und Heiko Thoben aus Bösel gehörten dem Kreistag seit 2016 an. Henning Stoffers engagierte sich über zehn Jahre hinweg insbesondere im Sozialausschuss und war darüber hinaus im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz, im Verkehrsausschuss sowie in der Mitgliederversammlung des Verbundes Oldenburger Münsterland tätig. Jürgen Tabeling brachte sich während seiner beiden Wahlperioden vor allem im Ausschuss für Kultur und Freizeit und im Verkehrsausschuss ein. Heiko Thoben gehörte über zehn Jahre dem Schulausschuss und dem Verkehrsausschuss an und engagierte sich darüber hinaus in den Gremien des Caritas-Vereins Altenoythe sowie in der Landschaftsversammlung der Oldenburgischen Landschaft.

Aus dem Kreistag verabschiedet haben sich auch zehn Mitglieder, die dem Gremium eine Wahlperiode lang angehörten. Carolin Abeln aus Cappeln war im Sozial- und Verkehrsausschuss tätig. Jan Block aus Barßel engagierte sich unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Freizeit sowie im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz, im Jugendhilfeausschuss und in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes ecopark. Dirk Koopmann aus Garrel gehörte dem Ausschuss für Kultur und Freizeit an, war stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses und wirkte in den Gremien des Zweckverbandes Interkommunaler Industriepark Küstenkanal mit. Walter Lohmann aus Emstek war im Ausschuss für Kultur und Freizeit, im Jugendhilfe- und Verkehrsausschuss sowie in der Mitgliederversammlung des Verbundes Oldenburger Münsterland tätig. Dennis Löschen aus Friesoythe arbeitete im Ausschuss für Kultur und Freizeit, im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz sowie im Schulausschuss mit.

Josef Osterkamp aus Lastrup übernahm als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Umwelt und Klimaschutz besondere Verantwortung und war darüber hinaus im Sozialausschuss, im Grundstücksverkehrsausschuss sowie in verschiedenen Zweckverbänden tätig. Christa Preuth-Stuke aus Cloppenburg stand dem Sozialausschuss als Vorsitzende vor und engagierte sich außerdem im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz, in der Verbandsversammlung des Bezirksverbandes Oldenburg und im Vorstand des Verbundes Oldenburger Münsterland. Martin Roter aus Friesoythe brachte sich im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz und im Verkehrsausschuss sowie im Vorstand der Oldenburgischen Landschaft und in der Mitgliederversammlung des Verbundes Oldenburger Münsterland ein. Wilfried Thunert aus Friesoythe war Mitglied im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz sowie im Verkehrsausschuss. Nils Wolke aus Essen engagierte sich im Schulausschuss sowie im Ausschuss für Kultur und Freizeit.

Im Kreistag waren auch Ulf Dunkel aus Löningen, Klaus Karnbrock aus Löningen und Timo Schmidt aus Essen in der laufenden Wahlperiode. Ulf Dunkel rückte im Juli 2022 nach und gehörte seitdem dem Kreisausschuss und dem Verkehrsausschuss an. Bereits von 2001 bis 2004 war Dunkel Mitglied des Kreistages gewesen. Klaus Karnbrock rückte im Februar 2023 nach. Er war unter anderem im Jugendhilfe- und Sozialausschuss sowie in der Trägerversammlung des Jobcenters tätig. Auch Karnbrock hatte dem Kreistag bereits zuvor, von 2016 bis 2021, angehört. Timo Schmidt war zwei Jahre für den Kreistag im Einsatz.

„2014 habe ich begonnen mit „Wir im Landkreis Cloppenburg“. Ich habe mir damals eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreistag, mit allen Fraktionen, mit den Städten und Gemeinden und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung erhofft. Ich habe gesagt: Wir wollen die Zukunft unserer Region gemeinsam gestalten. Heute sage ich, mit Ihnen ist dieses “Wir” gelebt worden. In den Sitzungen, bei gemeinsamen Essen und Bereisungen, Ausflügen und besonderen Ereignissen, wie dem Abschluss von Baumaßnahmen“, betonte Wimberg gegenüber den Kreistagsabgeordneten: „In Ihrer Amtszeit haben Sie dafür erhebliche finanzielle Verantwortung übernommen. Sie haben Millionenbeträge freigegeben, Prioritäten gesetzt und Vorhaben auch dann weiterverfolgt, wenn die Umsetzung langwierig, teuer oder politisch umstritten war. Sie haben Ideen eingebracht. Sie haben Vorschläge der Verwaltung gewissenhaft kontrolliert. Sie haben Projekte von der ersten Idee bis zur Realisierung begleitet. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Sicherung der Krankenhausversorgung. Hier hat der Kreistag eine Entscheidung von großer Tragweite für die Menschen in Cloppenburg, Friesoythe und im gesamten Landkreis getroffen. Ein zweiter Schwerpunkt war die Bildung. Sie haben sich dafür ausgesprochen, auch in finanziell schwierigen Zeiten in die Zukunft und in die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region zu investieren. Erst kürzlich haben die Bauarbeiten an der BBS Technik und am Lebensmitteltechnikum begonnen. In Friesoythe wurde die BBS erweitert und energetisch weiterentwickelt. Das Albertus-Magnus-Gymnasium erhielt mit dem ehemaligen Polizeigebäude zusätzliche Räume und eine neue Nutzungsperspektive. Darüber hinaus wurde die Elisabethschule Friesoythe modernisiert und deutlich erweitert.“

„In Löningen wurde das Copernicus Gymnasium umfassend saniert und es wurden die Weichen für den Neubau der Maximilian-Kolbe-Schule gestellt. Und mit dem Sportcampus Oldenburger Münsterland wird bald ein Bauprojekt zu Ende gebracht, das dem Sport nicht nur im Landkreis noch viele Jahre nützen wird. Das gilt ebenso für den Breitbandausbau. Der Landkreis und seine Städte und Gemeinden haben gemeinsam mit Bund und Land eine Infrastruktur geschaffen, die gerade im ländlichen Raum von grundlegender Bedeutung ist. Mit Ihren Stimmen. Und ich kann mit Stolz sagen: Die meisten dieser großen Projekte haben wir einstimmig beschlossen. Viele Beschlüsse und ihre Ausführung werden Ihre und meine Amtszeit überdauern. Auch die nicht einstimmig getroffenen: Die E 233 gehört dazu.“

„Der Kreistag hat Grundlagen geschaffen: durch Klimaschutzmanagement, Energiemanagement, die Prüfung erneuerbarer Energien, Radverkehr und viele konkrete Maßnahmen. Die nächsten Kreistage werden auf diesem Fundament weiterarbeiten. Unser Landkreis hat in diesen Jahren Krisen erlebt und bewältigt: die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Aufnahme vieler Geflüchteter, steigende Energiepreise, Fachkräftemangel und wachsenden finanziellen Druck. Diese Krisen haben wir auch überstehen können, weil der Kreistag das Wohl der Menschen im Blick hatte. Ich danke Ihnen deshalb für Ihre Bereitschaft, auch unter schwierigen Umständen zu beraten und zu entscheiden. Ich danke Ihnen grundsätzlich für Zustimmung, Kritik und Widerspruch. Ich glaube, wir dürfen heute feststellen, dass uns das an vielen Stellen gelungen ist. Nicht, weil immer alle einer Meinung waren, sondern weil wir trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte gemeinsam Verantwortung für unseren Landkreis und das Oldenburger Münsterland übernommen haben“, erklärte Wimberg abschließend.