KI und Robotik zum Anfassen: 4. KI-Dialog Hansalinie begeistert mit praxisnahen Anwendungen

Rund 220 Anmeldungen, zahlreiche Fachvorträge und beeindruckende Live-Demonstrationen – Wachstumsregion Hansalinie, PHWT und Landkreis Diepholz bringen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologieanbieter zusammen
13.10.2026
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Landkreise Diepholz/Cloppenburg. Wie können Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Automatisierung bereits heute gewinnbringend einsetzen? Welche Technologien sind für den betrieblichen Alltag geeignet und wo liegen Chancen, aber auch Grenzen ihres Einsatzes? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 4. KI-Dialog „Hansalinie meets Robotics @ PHWT“, der am 8. Oktober 2026 an der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz stattfand. Mit rund 220 Anmeldungen, einem ausgebuchten Veranstaltungshaus und einer Warteliste stieß das Format auf eine außergewöhnlich große Resonanz.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Wachstumsregion Hansalinie e. V. mit Geschäftsstelle bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg, der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz. Ziel war es, aktuelle technologische Entwicklungen nicht nur theoretisch zu beleuchten, sondern anhand konkreter Beispiele und Demonstratoren für Unternehmen unmittelbar erlebbar zu machen.

Von humanoiden Robotern bis zur KI-gestützten Qualitätskontrolle

Das umfangreiche Programm kombinierte Fachvorträge, parallele Sessions und eine begleitende Technologieausstellung. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der humanoiden Robotik, industrielle Automatisierung, intelligente Bildverarbeitung, KI-gestützte Geschäftsprozesse und die zunehmende Verbindung von Software, Maschinen und Robotersystemen.

Besonders großes Interesse weckten die zahlreichen Demonstratoren und Exponate im Forum Technik der PHWT. Die Besucherinnen und Besucher konnten unter anderem humanoide Roboter, kollaborative Roboterarme, mobile Robotersysteme und Roboterhunde aus nächster Nähe erleben. Ein humanoider Roboter begrüßte die Gäste sogar persönlich per Handschlag. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Anwendungen aus der virtuellen Realität sowie weitere Technologien aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Wie KI bereits heute konkrete Herausforderungen in Unternehmen lösen kann, zeigten beispielsweise Anwendungen zur automatisierten Objekterkennung und visuellen Qualitätskontrolle. Ein Praxisbeispiel aus dem Sondermaschinenbau verdeutlichte beispielsweise, wie sich ungeordnet auf einem Förderband liegende Kunststoffteile mithilfe von Kameratechnik und KI zuverlässig zählen lassen.

Praxisnutzen und wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten im Fokus

Neben den technischen Möglichkeiten ging es insbesondere um die Frage, unter welchen Voraussetzungen sich der Einsatz von KI und Robotik für Unternehmen tatsächlich lohnt. Die Fachvorträge beleuchteten sowohl bereits etablierte Anwendungen als auch neue Entwicklungen und deren technologische und wirtschaftliche Grenzen.

„Die große Resonanz zeigt, wie intensiv sich unsere Unternehmen inzwischen mit KI, Robotik und Automatisierung beschäftigen. Entscheidend ist aber nicht, was technologisch alles möglich ist, sondern welche Lösungen im betrieblichen Alltag tatsächlich einen Mehrwert schaffen. Genau hier setzen wir mit unserem KI-Dialog an: Wir möchten konkrete Anwendungen sichtbar machen, Unternehmen mit passenden Partnern zusammenbringen und aus neuen Kontakten möglichst auch gemeinsame Projekte entstehen lassen“, erklärt Paul Bauer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg und dem Verein Wachstumsregion Hansalinie e. V..

Auch aus wissenschaftlicher Sicht bietet die zunehmende Verbindung von KI und Robotik erhebliche Entwicklungsperspektiven. Gleichzeitig erfordert die praktische Umsetzung fundiertes Fachwissen und eine realistische Bewertung der jeweiligen Technologien.

„Wir erleben derzeit eine enorme Dynamik an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Robotik und Automatisierung. Entscheidend wird sein, diese Entwicklungen in produktive und wirtschaftlich tragfähige Anwendungen zu überführen. Als Hochschule möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, neue Technologien besser zu verstehen, ihre Potenziale einzuordnen und gemeinsam mit der Wissenschaft konkrete Lösungen zu entwickeln. Der KI-Dialog bietet dafür eine hervorragende Plattform“, betont Prof. Dr.-Ing. Alexander Karl von der PHWT, zugleich Vorstandsmitglied des Vereins Wachstumsregion Hansalinie e. V.

Wissenstransfer und Vernetzung als Grundlage für Innovationen

Neben dem fachlichen Programm bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologieanbieter nutzten die Gelegenheit, über konkrete betriebliche Herausforderungen, mögliche Anwendungsfelder und zukünftige Kooperationen zu sprechen.

Mit dem KI-Dialog verfolgt die Wachstumsregion Hansalinie das Ziel, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen beim Zugang zu neuen Technologien zu unterstützen, den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken und die Innovationsfähigkeit der Region entlang der Autobahn A1 weiter auszubauen.

Die Veranstalter zogen ein durchweg positives Fazit und bedankten sich bei den Referierenden, Ausstellenden, Technologiepartnern und Teilnehmenden für das große Interesse und die engagierte Mitwirkung.

Für Rückfragen steht Paul Bauer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg sowie dem Verein Wachstumsregion Hansalinie (Telefon: 04471/15-408, E-Mail: p.bauer@lkclp.de) zur Verfügung.