Böseler Seniorinnen und Senioren kommen in Genuss von Rikscha-Fahrten
Landkreis Cloppenburg. Freiheit fühlen, mal rauskommen und aus der gewohnten Umgebung in die Natur ausbrechen: Das können Seniorinnen und Senioren bald auch in Bösel genießen. Der Malteser Hilfsdienst e.V. aus Friesoythe möchte mit einer gespendeten Fahrradrikscha schon bald Touren in Bösel anbieten.
Die Rikscha wurde im Rahmen der Spendenaktion finanziert, die der Landkreis Cloppenburg gemeinsam mit der Kleebaum Stiftung anlässlich des Rad-Aktionstags „WIR RADELNHIER“ durchgeführt hat. Neben einem Anteil aus den Teilnehmergebühren gingen weitere Einzelspenden ein. Den größten Teil der Anschaffungskosten übernahm die Kleebaum Stiftung, wie auch schon bei anderen Rikscha-Beschaffungen in der Vergangenheit.
„Wir sind der Kleebaum Stiftung sehr dankbar, dass sie unsere Aktion zur Einweihung des neuen Radverkehrsleitsystem so großzügig unterstützt hat. So hallt diese besondere Aktion noch lange nach“, freut sich Landrat Johann Wimberg.
Auch am Rad-Aktionstag selbst waren Rikschafahrerinnen und -fahrer im Einsatz und ermöglichten Gästen die Fahrt zum gemeinsamen Treffpunkt aller Sternfahrer an die Thülsfelder Talsperre. „Uns war wichtig, dass der Rad-Aktionstag nicht nur das neue Knotenpunktsystem feiert und offiziell eröffnet, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zu Teilhabe und Lebensqualität leistet. Mit der Spendenaktion können nun weitere Seniorinnen und Senioren das Fahrradfahren auf besondere Weise erleben“, ergänzt Katrin Robke, die für die Organisation des Radaktionstags in diesem Sommer zuständig war.
Für die Rikscha hatten sich mehrere Einrichtungen und Organisationen beworben. Im Rahmen eines fairen Losverfahrens wurde nach dem Zufallsprinzip der Malteser Hilfsdienst e. V. aus Friesoythe als Empfänger der neuen Rikscha ermittelt. „Die Rikscha wird den lang gehegten Wunsch ermöglichen, auch für die Menschen in Bösel diesen besonderen Ausflugsdienst anbieten zu können“, sagt Malteser-Stadtbeauftragter Gerd Dumstorff.
Die Malteser Friesoythe verfügen bereits über 19 ehrenamtliche Rikschafahrerinnen und -fahrer, die derzeit drei Rikschas regelmäßig einsetzen. Fast täglich fahren sie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen oder aus der Tagespflege zu vertrauten Orten, die mit schönen Erinnerungen verbunden sind, oder unternehmen Ausflüge durch das Umland. Die Fahrten sind kostenlos. „Leider können wir mit unseren drei Rikschas nicht alle Anfragen bedienen. Eine weitere Rikscha können wir deshalb sehr gut einsetzen“, so Dumstorff. „Diese Rikschas produzieren Glücksmomente bei unseren Seniorinnen und Senioren. Manche unserer Passagiere hatten schon Tränen in den Augen, wenn wir ein Ziel erreicht haben, das sie sich gewünscht haben.“ Im Frühling, wenn die Rikscha-Saison wieder beginnt, soll auch das Angebot in Bösel stehen.
„Eine Stiftung hat immer den Zweck langfristig und nachhaltig zu arbeiten und auch Projekte zu fördern, von denen die Menschen lange etwas haben und die sonst nicht finanzierbar wären“, erklärt Carolin Tegeler von der Kleebaum Stiftung. Die Rikschas böten älteren Menschen bleibende Eindrücke, von denen sie lange zehren könnten. „Die meisten Seniorinnen und Senioren können nicht mehr Fahrrad fahren und vermissen diese Form der Fortbewegung und die Fahrten abseits der Straßen. Deswegen freuen wir uns, dass bald noch mehr Menschen in den Genuss dieser Rikscha-Fahrten kommen werden“, sagt Tegeler.

