Jugend & Familie

Hier finden Sie Informationen zu den Themen Kinder, Jugend und Familie, Frauen und Kreisjugendpflege im Landkreis Cloppenburg ...

Alexandra Pille
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Fax: 04471/15337
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Kreishaus
Eschstraße 29
49661 Cloppenburg

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montags - freitags:
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

Jugendschutz

Der Jugendschutz

Eine der Aufgaben der Kreisjugendpflege im Landkreis Cloppenburg ist der Jugendschutz in der Öffentlichkeit.

Jugendschutz hat die Aufgabe, die Rechte und Chancen von Kindern und Jugendlichen auf eine gesunde Entwicklung zu sichern und ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Ziel des Jugendschutzes ist es, Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen zu schützen und sie zu stärken gegenüber Beeinträchtigungen aller Art (§ 14 SGB VIII).

Jugendschutz soll als Leistung verstanden werden, welche die Eltern bei ihren Erziehungsaufgaben präventiv (d.h. bevor etwas passiert ist) unterstützt und dazu beiträgt, die Entwicklung des Kindes zu fördern und vor Beeinträchtigungen zu schützen.


 

Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App

Rund jeder dritte Schüler ist schon einmal im Internet gemobbt worden. Aber was tun, wenn man über WhatsApp beleidigt wird oder auf seiner Facebook-Seite fiese Posts liest? Mit der neuen Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App (siehe Linkliste am Ende dieser Seite) bietet klicksafe jetzt kompetente und schnelle Unterstützung. Von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt, erhalten Betroffene in kurzen Videoclips wertvolle Tipps, um sich gegen Cyber-Mobbing zu wehren.

Mobbing im Internet kann für Jugendliche zu einer ernsten Belastung werden. Das haben sich auch die Mitglieder des klicksafe-Youth Panels gedacht und die Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App entwickelt. In kurzen Videoclips geben Jugendliche hier Betroffenen konkrete Verhaltenstipps, sprechen ihnen Mut zu und begleiten sie bei ihren ersten Schritten, gegen Cyber-Mobbing vorzugehen. Neben rechtlichen Hintergrundinformationen und Links zu Beratungsstellen finden Jugendliche auch Tutorials zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social-Media-Plattformen.


 

Diskothekenbesuch unter 18 Jahren? - So geht's!

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) besagt, dass Jugendliche unter 16 Jahren sich ohne Begleitung gar nicht und Jugendliche ab 16 Jahren nur bis 24.00 Uhr in einer Gaststätte, Diskothek oder bei einer anderen Tanzveranstaltung aufhalten dürfen.

Wird dies trotzdem erlaubt, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar. Da auch dem Gesetzgeber klar ist, dass Jugendliche mit zunehmendem Alter immer selbständiger und unabhängiger werden, hat das Jugendschutzgesetz im Jahr 2003 eine Neuerung eingeführt:

Jugendliche können sich nun in Begleitung einer durch die Eltern eingesetzten erziehungsbeauftragten Person (Erziehungsbeauftragte/r) in einer Gaststätte, Diskothek oder bei einer sonstigen Tanzveranstaltung aufhalten. Die erziehungsbeauftragte Person muss z.B. mindestens 18 Jahre alt sein und darf nicht stark alkoholisiert sein, um ihrer Aufsichtspflicht nachkommen zu können.

Um die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes besser umsetzen zu können, haben der Landkreis Cloppenburg und die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta gemeinsam mit den Diskothekenbetreibern im Landkreis einen Vordruck für die Erziehungsbeauftragung entwickelt. Dieser enthält alle wichtigen Informationen für Eltern und Erziehungsbeauftragte und muss vollständig ausgefüllt sowohl vom jeweiligen Jugendlichen als auch von der erziehungsbeauftragten Person während eines Diskothekenbesuchs mitgeführt werden.

Darüber hinaus haben die Diskothekenbetreiber im Jahr 2010 eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Umsetzung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes unterzeichnet. Download: Erziehungsbeauftragung

Folgende Dokumente zum Thema finden Sie in unserem Downloadbereich am Ende der Seite:

  • Tabelle JuSchG
  • Jugendschutzgesetz Text deutsch
  • Jugendschutzgesetz Text russisch
  • Erziehungsbeauftragung Landkreis Cloppenburg

 

Jugendmedienschutz

Ganz selbstverständlich wachsen Kinder mit Medien auf: CDs begleiten sie in den Schlaf, Computerspiele lassen sie in fremde Welten eintauchen und erste Erfolgserlebnisse am Bildschirm erleben, Kindersendungen im Fernsehen strukturieren ihre Freizeit, Jugendliche chatten und surfen im Internet.

Der Ort, an dem Kinder und Jugendliche zuerst den Umgang mit Medien erfahren und erlernen, ist die Familie. Neben Unterhaltung, Information und Kommunikation werden aber auch jugendgefährdende Inhalte transportiert. Um darauf adäquat reagieren zu können, sind die Kenntnis von Medieninhalten und Informationen über die Mediennutzung von Mädchen und Jungen wichtig. Besonders Eltern sind gefordert, die Grundlagen für einen reflektierten Umgang mit Medien zu legen.

Zu folgenden Themenbereichen können Elternabende/Elternkurse veranstaltet werden:

Fernsehen:

  • Welche Fernsehsendungen lieben Kinder und warum?
  • Wie viel Fernsehen ist sinnvoll, wo sind die Grenzen?
  • Welche Inhalte machen Kindern Angst?
  • Verkraften Kinder und Jugendliche Gewaltdarstellungen im Fernsehen?
  • Wie wirkt Fernsehgewalt in Filmen und Nachrichten?
  • Welche Kontrollen und Beschwerdemöglichkeiten gibt es?
  • Wo kann ich mich über pädagogische Hilfen informieren?

Internet:

  • Was interessiert Kinder und Jugendliche am Computer, wohin surfen sie im Internet?
  • Welche Internetseiten kann man für Kinder empfehlen?
  • Auf welche Gefahren können Heranwachsende im Internet stoßen und wie kann man sie davor schützen?
  • Informationen zu Gewalt, Pornografie und Ekelbildern.
  • Welche Filtersysteme gibt es? Wer kontrolliert das Internet?
  • Welche Beschwerdestellen gibt es?
  • Warum chatten Kinder und Jugendliche so gerne?
  • Wo kann ich mich informieren?

Computerspiele:

  • Welche Genres favorisieren Mädchen und Jungen?
  • Welche Computerspiele sind empfehlenswert?
  • Machen Computerspiele wirklich gewalttätig?
  • Warum sind Action, Gewalt und Heldentum so bedeutende Themen für Jungen?
  • Wer legt die Altersfreigaben für Computerspiele fest?
  • Welche Kriterien gibt es?
  • Wo kann ich mich über gute aber auch über problematische Spiele informieren?

Handy / Werbung:

  • Handys schon für die Jüngsten?
  • Problematische Inhalte auf Handys: Wer produziert sie und wer nutzt sie?
  • Was kann ich gegen jugendgefährdende Inhalte tun?
  • Kostenfalle Handy? Wie schütze ich mich bzw. mein Kind?
  • Wie können Kinder dem Konsumdruck standhalten?
  • Wie kann Werbung erkannt und Werbekompetenz ausgebildet werden?
  • Welche Einrichtungen bieten Hilfe?

Folgende Dokumente zum Thema finden Sie in unserem Downloadbereich am Ende der Seite:

  • Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

 

Kinder- und Jugendarbeitsschutz

Ein wesentlicher Garant für die Gesundheit ist deren aktiver Schutz. Dazu gehört auch der Schutz junger Menschen in der Arbeitswelt. Arbeitsschutz für Kinder und Jugendliche ist noch wichtiger als Arbeitsschutz für Erwachsene. Denn Kinder und Jugendliche sind weniger widerstandsfähig als Erwachsene und dürfen daher nicht den gleichen Belastungen ausgesetzt werden.

Neben dem Jugendarbeitsschutzgesetz gibt es die Kinderarbeitsschutzverordnung, die besondere Regelungen für die Beschäftigung von Kindern ab 13 Jahren enthält.

Das Wichtigste zum Kinder- und Jugendarbeitsschutz in Kürze:

Was ist erlaubt - was nicht?

unter 15 Jahre (Kind):
Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten. Ab 13 Jahren sind leichte Tätigkeiten wie Zeitung-Austragen, Botengänge, Gartenarbeit oder Nachhilfe erlaubt - aber nur 2 Stunden werktags bzw. 3 Stunden in landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Es darf nur außerhalb der Unterrichtszeit und nur zwischen 6 und 20 Uhr gearbeitet werden.

über 15 Jahre (Jugendlicher):
Wenn 15-Jährige noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen, gelten sie nach dem Jugendarbeitsschutz als Kinder.

zwischen 15 und 17 Jahren (Jugendlicher):
unter bestimmten Beschränkungen ist Arbeiten erlaubt:

  • während der Schulferien max. 4 Wochen im Jahr
  • geeignete Tätigkeit
  • Arbeitszeit max. 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche; nicht an Wochenenden und Feiertagen (Ausnahme: Gastronomie, Seniorenheim)

Bei SchülerInnen, die nicht mehr der Vollzeitschulpflicht unterliegen, entfällt die Beschränkung auf 4 Wochen.

ab 16 Jahre:
für Tätigkeiten im Gaststätten- und Schaustellergewerbe, in mehrschichtigen Betrieben, in der Landwirtschaft, in Bäckereien/Konditoreien gelten andere Zeitgrenzen, aber mindestens 12 Stunden Freizeit zwischen 2 Arbeitstagen.

Tätigkeitsverbote für Jugendliche (ab 15 Jahren):

  • bei Übersteigen der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit, bei sittlichen oder gesundheitlichen Gefahren (z.B. durch Hitze, Kälte, Lärm, Umgang mit gefährlichen Stoffen)
  • Ausnahmen: wenn die Tätigkeiten zur Erreichung des Ausbildungsziels erforderlich sind und unter Aufsicht erfolgen

Die Kontrolle der Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes obliegt den Gewerbeaufsichtsämtern.

Folgende Dokumente zum Thema finden Sie in unserem Downloadbereich am Ende dieser Seite:

  • Jugendarbeitsschutzgesetz
  • JugArbSchG Tabelle
  • Kinderarbeitsschutzverordnung

 

Downloads

Dateityp Datei Dateigröße Download
pdf Jugendmedienschutz - Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)
Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag - JMStV)
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pdf Jugendschutz - Erziehungsbeauftragung
Vordruck Erziehungsbeauftragung gem. §§1 und 2 Jugendschutzgesetz und Merkblatt zum Besuch von Diskotheken und Gaststätten mit Informationen für Eltern und Erziehungsbeauftragte
34 KB Download
pdf Jugendschutz - Jugendschutzgesetz
Das aktuelle Jugendschutzgesetz (von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz)
112 KB Download
pdf Jugendschutz - Jugendschutzgesetz (russisch)
Das aktuelle Jugendschutzgesetz (von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz)in russischer Sprache
298 KB Download
pdf Jugendschutz - Jugendschutzgesetz in tabellarischer Übersicht
Das aktuelle Jugendschutzgesetz auf einen Blick - Eine tabellarische Übersicht
107 KB Download
pdf Jugend- u. Kinderarbeitsschutz - Jugendarbeitsschutzgesetz (JugArbSchG) Text
Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG) Textfassung
135 KB Download
pdf Jugend- u. Kinderarbeitsschutz - Jugendarbeitsschutzgesetz (JugArbSchG) Tabellarische Übersicht
Ab wann kann ich und wie lange darf ich arbeiten? Gesetzliche Grundlagen: Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), Kinderarbeitsschutzverordnung (KindArbSchV)
26 KB Download
pdf Jugend- u. Kinderarbeitsschutz - Kinderarbeitsschutzverordnung (KindArbSchV)
Verordnung über den Kinderarbeitsschutz (Kinderarbeitsschutzverordnung - KindArbSchV)
14 KB Download