Landkreis Cloppenburg rüstet Katastrophenschutz-Leuchttürme an eigenen Liegenschaften aus

Informationen und direkte Hilfe im Ernstfall
26.03.2026
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Freuten sich über die Einrichtung des ersten Katastrophenschutz-Leuchtturms unter Zuständigkeit des Landkreises Cloppenburg: (von links) Landrat Johann Wimberg, Kreisrätin Anne Tapken und Ordnungsamtsleiter Dieter Schütte.

Landkreis Cloppenburg. Im Ernstfall sollen „Katastrophenschutz-Leuchttürme“ Orientierung, praktische Hilfe und eine Verbindung zu Hilfe aller Art bieten. Jetzt sind die ersten dieser Anlaufstellen in Zuständigkeit des Landkreises Cloppenburg eingerichtet und mit Schildern kenntlich gemacht worden. „Heute wurde die erste Beschilderung in Cloppenburg beim Medienzentrum an der Bahnhofstraße angebracht“, freut sich Landrat Johann Wimberg. Der Leuchtturm selbst wird im CAG in direkter Nachbarschaft eingerichtet. In enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wurde in den vergangenen drei Jahren ein flächendeckendes Netzwerk aus insgesamt 22 Katastrophenschutz-Leuchttürmen im Kreisgebiet aufgebaut. „Ziel des Projekts ist es, im Falle eines länger andauernden Stromausfalls (Blackout) oder einer vergleichbaren Krisenlage feste Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme dienen in solchen Situationen als Informations- und Koordinierungspunkte und stellen eine wichtige Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Einsatzkräften dar“, informiert der Landrat.

Vor allem bei einem Ausfall von Strom, Internet und Telefon könnten Nachbarschaften zur Informationsbeschaffung oder um Notfälle zu melden, diese Punkte ansteuern. „Hierhin könnte für alle ein Vertreter geschickt werden, damit dieser für alle herausfindet, welche Lage aktuell herrscht. Dazu wird dort eine Erste-Hilfe-Versorgung eingerichtet und auch das Erwärmen von Babynahrung oder das Aufladen medizinischer Akkus, etwa für Herzschrittmacher, wird dort möglich sein“, erläutert Kreisrätin Anne Tapken. 

Die drei landkreiseigenen Katastrophenschutz-Leuchttürme wurden bereits mit einem Einspeisepunkt für eine externe Stromversorgung ausgerüstet. Damit ist es möglich, die Standorte im Bedarfsfall über mobile Notstromaggregate zu betreiben und ihre Funktionsfähigkeit auch bei einem flächendeckenden Stromausfall sicherzustellen. Darüber hinaus wurde das erforderliche Material für den Betrieb der Leuchttürme beschafft, um im Ereignisfall schnell handlungsfähig zu sein.

Folgende Standorte an Landkreis-Liegenschaften wurden vorbereitet: Elisabethschule Friesoythe, Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg und Copernicus-Gymnasium Löningen.

Der Betrieb der Katastrophenschutz-Leuchttürme erfolgt durch ehrenamtliche und unterstützende Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie durch geschulte Spontanhelferinnen und -helfer. Ziel ist es, in einer Krisenlage insbesondere die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) zu entlasten, damit diese sich auf ihre originären Einsatzaufgaben konzentrieren können.

Durch den Aufbau dieses Netzes stärken der Landkreis und die Kommunen gemeinsam die Resilienz der Region und sorgen für zusätzliche Sicherheit in außergewöhnlichen Lagen. Der weitere Ausbau und die kontinuierliche Optimierung der Ausstattung sind auch künftig ein wichtiger Bestandteil der Katastrophenschutzplanung. Um die Einsatzbereitschaft zu testen, findet am 14. November 2026 eine Vollübung zum Thema „Katastrophenschutz-Leuchttürme” zusammen mit den Städten und Gemeinden statt. 

2025 wurde eine Katastrophenschutz-Broschüre speziell für den Landkreis Cloppenburg erstellt und an die Haushalte verteilt. Darüber hinaus liegt die Katastrophenschutz-Broschüre im Kreishaus und in den Rathäusern der 13 kreisangehörigen Städte und Gemeinden zur Mitnahme aus. Wer sie nicht griffbereit hat, kann sie darüber hinaus auch unter 

https://www.lkclp.de/unser-landkre/ordnung--verkehr/feuerwehr-rettungsdienst/downloads

herunterladen. Die Broschüre enthält unter anderem Informationen für die persönliche Vorsorgeplanung und Handlungsanweisungen bei einem Stromausfall. Auch werden Informationen und Hilfen der Katastrophenschutz-Leuchttürme vorgestellt, zum Beispiel als Anlaufpunkt für die Bevölkerung. 

Hier sind die Katastrophenschutz-Leuchttürme im Ernstfall zu finden:

Gemeinde Barßel

  • Dreifeldsporthalle | Westmarkstraße 3

Gemeinde Bösel

  • BIB-Arena Bösel | Garrreler Straße 11
  • Sporthalle Petersdorf | Hauptstraße 16a | OT Petersdorf

Gemeinde Cappeln

  • Oberschule Cappeln | Schulstraße 6

Stadt Cloppenburg

  • Clemens-August-Gymnasium (CAG) | Bahnhofstraße 53
  • Nebenhalle der Münsterlandhalle | Eschstraße 35

Gemeinde Emstek

  • Oberschule Emstek | Ostlandstraße 19

Gemeinde Essen (Oldenburg)

  • Sporthalle Bevern | Mühlenstraße 20 | OT Bevern
  • Turnhalle Essen (Oldenburg) am Hasestadion | Hasestraße 7

Stadt Friesoythe

  • Elisabethschule Friesoythe | Großer-Kamp-Ost 7

Gemeinde Garrel

  • Oberschule Garrel | Schulstraße 6
  • Grundschule Beverbruch | Großenknetener Str. 20 | OT Beverbruch
  • Grundschule Falkenberg | Schulweg 1 | OT Falkenberg

Gemeinde Lastrup

  • Oberschule Lastrup | St.-Elisabeth-Straße 5

Gemeinde Lindern

  • Grund- und Oberschule Lindern | Schulstraße 6

Stadt Löningen

  • Maximilian-Kolbe-Schule | Hohes Ufer 1 - 3
  • Copernicus-Gymnasium Löningen | Ringstraße 6

Gemeinde Molbergen

  • Sporthalle Molbergen | Hinter dem Dweracker 4

Gemeinde Saterland

  • Sporthalle Ramsloh | Schulstraße 5 | OT Ramsloh
  • Sporthalle Scharrel | Am Sportplatz 24 | OT Scharrel
  • Sporthalle Strücklingen | Jahnstraße 2 | OT Strücklingen
  • Sporthalle Sedelsberg | Zur Sporthalle 2 | OT Sedelsberg