Ministerpräsident zeichnet sechs Personen aus dem Landkreis Cloppenburg für ehrenamtliches Engagement aus
Landkreis Cloppenburg. Anlässlich des „Tages der Ehrenamtlichen“ hat Ministerpräsident Olaf Lies bei bei einem Festakt in Lingen mehr als 60 besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet. Darunter waren auch sechs Geehrte aus dem Landkreis Cloppenburg: Günther Deeken-Sprock und Ludger Meiners aus Bösel, Franz-Josef Feldhaus und Josef Ostermann aus Cloppenburg, Ludger Wedemeyer aus Emstek und Irmgard Rolfes aus Garrel. Sie waren von ihren Städten und Gemeinden für die Ehrung vorgeschlagen worden.
„Der Festakt zum Tag der Ehrenamtlichen ist ein besonderer Moment, um innezuhalten und all jene zu würdigen, die mit ihrem freiwilligen Engagement das Leben in Niedersachsen bereichern. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität wichtiger denn je sind, setzen Sie ein starkes Zeichen für Verantwortung und Mitmenschlichkeit – ob im Sport, in der Feuerwehr, in sozialen Projekten oder in der Nachbarschaft“, lobte Ministerpräsident Olaf Lies die Leistung der Gäste.
Die heute Geehrten stünden für die Vielfalt und die Kraft des Engagements in unserem Land. „Ihr Beispiel zeigt: Wer sich einbringt, bewegt viel und trägt dazu bei, dass Niedersachsen auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem wir füreinander einstehen.“
Ludger Meiners aus Bösel wurde für eine Vielzahl von Verdiensten gedankt. Über 50 Jahre Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr Bösel, auch als Oberlöschmeister, maßgebliche Mitwirkung beim Umbau eines Asylheims zu einem Feuerwehrhaus, Mitwirkung bei der Erweiterung des aktuellen Feuerwehrhauses und viele weitere Leistungen, die über das übliche Maß hinausgehen, lassen sich in Meiners Vita finden. Darüber hinaus ist er unter anderem Gründungsmitglied der Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Landkreis Cloppenburg und war dort über 20 Jahre beteiligt. Weiter ist er treibende Kraft und Gründungmitglied der Ukraine-Hilfe Bösel seit 2022.
Der zweite Böseler, Günther Deeken-Sprock, wurde ebenfalls für Verdienste für die Freiwillige Feuerwehr gelobt. Über 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit oder die Mitwirkung beim Umbau des Feuerwehrhauses und beim Aufbau der Florian-Hütte zeichnen den langjährigen Sicherheitsbeauftragten und Kassenwart der Feuerwehr Bösel aus.
Franz-Josef Feldhaus aus Cloppenburg ist seit 2011 Mitglied im Vorstand des Seniorenbeirates und seit 2017 Vorsitzender. In diesem Rahmen setzt sich für die Belange der Senioren und Seniorinnen insbesondere im Bereich der Stadt Cloppenburg ein. Feldhaus bietet seit Jahren Seniorensprechstunden an und ist für die Verwaltung der von der Stadt Cloppenburg zur Verfügung gestellten Fördermittel und damit für die Abrechnung der Förderanträge der Seniorengruppen zuständig. Neben dieser arbeitsintensiven Aufgabe plant er mit den Vorstandsmitgliedern und Beisitzern des Seniorenbeirates regelmäßige Veranstaltungen und bereitet Angebote der verschiedensten Art vor.
Josef Ostermann ist in Cloppenburg und Umgebung eine feste Größe und vielen Leuten bekannt. Als „Igel Jupp“, begeistert er seit Jahren „Klein und Groß“ mit seiner Spielstraße.
Der handwerklich begabte Ostermann hat die verschiedenen Stationen seiner Spielstraße in seiner Freizeit selbst gebaut. Dabei kommen die unterschiedlichsten Materialien und Gegenstände zum Einsatz. So erleben u.a. auch aussortierte Gegenstände, wie Schreibtischstühle oder Fahrradreifen ein „Upcycling“. Zum Portfolio des 85-Jährigen gehören Wurfspiele verschiedenster Art, Glücksräder und viele andere bunte Stationen.
Ludger Wedemeyer aus Emstek ist seit 1976 im Handels- und Gewerbeverein Emstek aktiv. Seit 1983 erstellt er ehrenamtlich die „Emsteker Nachrichten“, die Informations- und Marketingzeitschrift für Emstek und die umliegenden Gemeinden. Darüber hinaus organisiert Wedemeyer seit 2012 den jährlichen „Forsythien-Sonntag“, einen verkaufsoffenen Sonntag mit buntem Programm.
Die Betreuung suchtmittelabhängiger Menschen in der Kreuzbundgruppe St. Peter und Paul in Garrel zeichnet Irmgard Rolfes aus, die die Gruppe seit zehn Jahren leitet. In dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat die Garrelerin viele Menschen auf dem Weg zur Abstinenz begleitet und unterstützt. Darüber hinaus opfert sie stets viel ihrer Freizeit, um ihren Mitmenschen im Kampf gegen die Sucht zu helfen. Die Buchautorin hat über ihre eigene Suchtvergangenheit den Titel „Wachgerüttelt und Trockengelegt“ veröffentlicht. Sie besucht regelmäßig das St. Marien Hospital in Friesoythe und spricht dort mit Menschen, die zur Entgiftung untergebracht sing. In der Suchtselbsthilfe zeigt sie seit Jahren vielen einen Weg in eine zufriedene Zukunft auf.
„Ich bin dankbar für Leistung, die Ehrenamtliche Tag für Tag und Nacht für Nacht in unserem Landkreis ehrenamtlich erbringen. Beim Tag der Ehrenamtlichen wurde wieder deutlich, wie groß die Bandbreite dieser Tätigkeiten ist und wie viele Menschen vom Ehrenamt profitieren“, betont Landrat Johann Wimberg. Das Motto „Wir ist hier“, das auf das Gemeinschaftsgefühl im Landkreis hinweist, sei keine Floskel, sondern werde von tausenden Ehrenamtlichen im Dienst für ihre Mitmenschen gelebt. „Das hier fünf Menschen für Ihre Leistung vom Ministerpräsidenten geehrt worden sind, freut mich sehr. Die Auszeichnungen an diesem Tag erinnern uns an abertausende freiwillige Arbeitsstunden, die in jeder Stadt und Gemeinde im Hintergrund geleistet werden und für die man nicht Dankbar genug sein kann“, so der Landrat abschließend.

