Echtzeitinformationen an Haltestellen: Ausschuss gibt positive Empfehlung ab

Acht Stationen aktuell präferiert
27.08.2025

Landkreis Cloppenburg. Digitale Anzeigetafeln, die über die genaue Ankunftszeit des nächsten Busses informieren, sollen an den meistgenutzten Bushaltestellen im Landkreises Cloppenburg installiert werden. Dafür hat sich nun der Kreisverkehrsausschuss einstimmig ausgesprochen. Vorerst geht es um acht Haltestellen in den Städten Cloppenburg, Friesoythe und Löningen sowie in den Gemeinden Garrel und Essen.

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses sahen deutliche Vorteile in der Echtzeitanzeige, mit der auch über Verspätungen informiert werden soll. Fördermittel des Landes Niedersachsen sind nur für Haltestellen verfügbar, an denen täglich mindestens 150 Passagiere vorhanden sind. Das sind im Landkreis folgende Stopps: Cloppenburg Bahnhof, Cloppenburg ZOB, Friesoythe Hansaplatz, Cloppenburg Hook, Friesoythe Ellerbrockstraße, Löningen Bahnhof, Garrel Kirche und Essen Bahnhof. Es ergeben sich einmalige Kosten für die Anschaffung der Anzeigetafeln in Höhe von 344.000 Euro und voraussichtliche Folgekosten in Höhe von 6.000 Euro jährlich. Teil der Umsetzung des Echtzeitinformationssystems sind darüber hinaus die Bereitstellung der Echtzeitsysteme bei den Verkehrsunternehmen und des Weiteren ein neues Hintergrundsystem für moobil+. Denn auch hier soll es ein „Upgrade“ geben: Echtzeitdaten für moobil+ sollen ebenfalls für Fahrgäste per App bereitgestellt werden und auch an den mit Anzeigetafeln ausgestatteten Haltestellen.

In Gänze ergeben sich für die Umsetzung des Echtzeitinformationssystems somit Gesamtkosten von rund 640.000 Euro und voraussichtliche Folgekosten in Höhe von 66.000 Euro pro Jahr für den Betrieb. Die Förderung des Landes Niedersachsen für die Echtzeitinformationssysteme beträgt 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Für die Anschaffung des Hintergrundsystems für moobil+ ist eine Kooperation mit dem Landkreis Vechta geplant, der Partner des Mobilitätskonzepts ist

Gleichzeitig soll der Weg für eine Beteiligung der Städte und Gemeinden frei sein, um auf eigene Kosten weitere Haltestellen mit den Hinweistafeln ausstatten zu können. Mit einer weiteren Evaluation soll geprüft werden, ob die Ausrüstung weiterer Haltestellen sinnvoll und zudem förderfähig ist. Wenn der Kreistag der Empfehlung des Ausschusses für die Anschaffung des Systems folgt, könnte im Jahr 2027 eine Ausschreibung möglich sein.