Die passende Beleuchtung in den vier Wänden in dunkler Jahreszeit

Wohnberatung gibt Tipps für die richtige Beleuchtung im und am Haus –besonders für ältere Menschen
02.02.2024

Landkreis Cloppenburg. Die Wohnberatung des Seniorenstützpunktes für den Landkreis Cloppenburg gibt in der dunklen Jahreszeit Tipps zur Verbesserung der Beleuchtungssituation im und am Haus. Trotz hoher Energiekosten sollte nicht zu viel an der Beleuchtung gespart werden, denn zusätzliches Licht hebt nicht nur die Stimmung. „Mindestens ebenso wichtig ist der Aspekt der Sicherheit. Zum einen ist hier die Vermeidung von Stürzen gemeint, zum anderen auch die Sicherheit vor einem Einbruch“, betont Elisabeth Hermes vom Seniorenstützpunkt. Hier könne die richtige Technik viel bewirken. Programmierbare Lichtszenarien zum Beispiel halten Einbrecher ab und täuschen Anwesenheit vor.

Vor allem Seniorinnen und Senioren sollten der eigenen Hausnummer Beachtung schenken: Ist sie im Notfall auch von Rettungskräften im Dunkeln schnell zu finden? „Eine beleuchtete Hausnummer kann helfen, Leben zu retten“, stellt Elisabeth Hermes fest.

Auch das Alter der Menschen sollte laut Wohnberatung des Senioren- und Pflegestützpunktes berücksichtigt werden: So benötigt etwa ein 60-jähriger Mensch die doppelte Beleuchtungsstärke, um die gleiche Sehschärfe zu erzielen wie eine 20-jährige Person. Unter diesem Aspekt sollte das eigene Zuhause auf ausreichende Beleuchtung geprüft werden. „Sind alle Stufen vom Beginn bis zum Ende der Treppe ausreichend beleuchtet? Dringt das Lampenlicht von der Raummitte auch in Schränke und Schubläden? Das kann zum Beispiel wichtig sein, um auch wichtige Medikamente mit kleiner Aufschrift schnell identifizieren und finden zu können“, gibt die Wohnberatung einen Tipp. Stehleuchten können ohne Umbauten Abhilfe in dunklen Bereichen schaffen, dürfen in engen Räumen nachts aber nicht zum Hindernis werden.

„Für den nächtlichen Gang zur Toilette sind Bewegungsmelder am Bett, die sich einschalten, sobald die Beine aus dem Bett sind, und beleuchtete Wandschalter eine gute Option die sich für wenig Geld nachrüsten lässt“, verrät Elisabeth Hermes. Je dunkler der Boden im Badezimmer, desto schneller werden Pfützen übersehen. Um dieses Risiko zu stürzen zu reduzieren, sollte besonders dort die Beleuchtung geprüft werden.

„Oft lassen sich bestehende Lampen durch den Einbau von LED-Birnen aufhellen. Diese sind je nach Modell nicht nur heller, sie können gleichzeitig auch noch Strom sparen.“

Mehr Tipps für Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden erhalten Interessierte beim Seniorenstützpunkt durch Elisabeth Hermes (Telefon 04471 15 872). Unterstützt wird Frau Hermes von ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberatern. Es werden auch Hausbesuche kostenlos angeboten, um im und um das Haus herum potentielle Gefahrenquellen und Unannehmlichkeiten ausfindig zu machen. Die Beraterinnen und Berater zeigen Alternativen auf, damit alle möglichst lange in ihrem häuslichen Umfeld wohnen bleiben können.