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Wolfgang Averbeck
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Veranstaltungen

Artikel vom 27.06.2018 | zurück zur Übersicht

Ausstellung - "Der Kreuzweg" von Marion Tapken

Bis zum 27. Juli 2018 ist im Kreishaus Cloppenburg die Ausstellung „Der Kreuzweg“ von Marion Tapken aus Garrel zu sehen. Eindrucksvoll wird in 10 Stationen die Gegenwart des Kreuzweges Christi verdichtet, verbunden mit der besonderen Lebenssituation der Künstlerin.

Die Ausstellung kann täglich während der Öffnungszeiten des Kreishauses im 1. Obergeschoss besucht werden.

„Mein Name ist Marion Tapken. Ich bin 38 Jahre alt und habe seit meiner Geburt eine schwere körperliche Behinderung und sitze im Rollstuhl. Da ich weder Arme noch Beine gezielt bewegen kann, bin ich immer auf Assistenz angewiesen. Auch mein Mund gehorcht mir nicht, so dass ich mich nur mit Hilfe eines Sprachcomputers oder einer Buchstabentafel mitteilen kann.“, so der einleitende Satz im Vorwort im Begleitbuch „Der Kreuzweg“ von Marion Tapken.

In bewegender Weise beschreibt Marion Tapken wie aus der Idee in drei Jahren der Kreuzweg unter engagierter Assistenz von Sönke Baumdick gelegentlich selbst zum Kreuzweg wurde, aber dann auch fertig gestellt wurde.

Marion Tapken hat jede der 10 Stationen in direktem Zusammenhang mit ihrem persönlichen Leben, voller Schmerz, Frustration, Trauer und Rückschläge gestellt. Genauso deutlich werden aber auch Freude, Begeisterung und Lebensfreude der schwerst körperbehinderten jungen Frau.

Marion Tapken ist schwer körperbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie kommuniziert mit Gesten und Gebärden sowie mit Hilfe eines Sprachcomputers. Neben ihrer Arbeit in der Caritas-Werkstatt Altenoythe sucht Marion Tapken auch den künstlerischen Ausdruck. Das Malen und kreative Schaffen bedeutet für sie Therapie. In den letzten Jahren hat die Künstlerin mit Unterstützung ihres Assistenten Sönke Baumdick den nun zu besichtigenden Kreuzweg geschaffen.

Die Garrelerin ist selbst eine sehr gläubige Christin. Ihr Assistent, Sönke Baumdick, beschreibt im Nachwort zum Begleitbuch, u.a. wie er durch die gemeinsame Arbeit Gotteserfahrungen begriffen hat: „Marion hat meinem Glauben Leben eingehaucht. Das ist auf spiritueller Ebene wohl eines der größten Wunder, das man einem anderen Menschen tun kann. Und ich hoffe, dass unser Kreuzweg-Projekt dem Glaubens-Projekt vieler Menschen ebenfalls Leben einhauchen kann.“