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Pressemitteilungen

Artikel vom 12.11.2010 | zurück zur Übersicht

Werdenfelser Weg - Neues Konzept für Heime

Arbeiten gemeinsam an der Umsetzung des "Werdenfelser Weges" : (vorne von links) Hildegard Wübben-Siefer (Sozialpsychiatrischer Verbund), Petra Zybeck (Verfahrenspflegerin), Simone Schnieders-Kröger (Betreuungsrichterin), Sonja Schoon (Verfahrenspflegerin), Isabell Lindner (Betreuungsrichterin), Hubert Jost-Enneking (Betreuungsstelle) sowie (hinten von links) Martin Richter (Heimaufsicht) und Stefan Riesenbeck (Betreuungsverein)

Neues Konzept zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in Heimen

Landkreis Cloppenburg - Der Landkreis Cloppenburg geht bei freiheitsentziehenden Maßnahmen für Heimbewohner neue Wege. Mit dem Projekt "Werdenfelser Weg" will der Sozialpsychiatrische Verbund des Landkreises gemeinsam mit dem Amtsgericht, der Betreuungsstelle, dem Betreuungsverein sowie der Heimaufsicht in Pflegeeinrichtungen die Anwendung von Bauchgurten, Bettgitter oder Psychopharmaka verringern beziehungsweise möglichst ganz vermeiden. Die Altenheime im Landkreis wirken kooperativ an der Umsetzung dieses neuen Projektes mit.
Der "Werdenfelser Weg" ist ein verfahrensrechtlicher Ansatz zur Vermeidung von Automatismen beim Antrag auf Fixierungen oder fixierungsähnliche Maßnahmen. Pflegerisch geschulte und erfahrene Verfahrenspfleger erarbeiten im Auftrag des Betreuungsgerichtes mit den beteiligten Angehörigen, Pflegefachkräften und Betreuern eine fachliche Einschätzung zur Erforderlichkeit der beantragten Maßnahme und prüfen vor Ort weniger einschneidende Alternativen zur Abwendung der bestehenden Gefahren.
Hierbei wird abgewogen zwischen der Vermeidung von Stürzen einerseits und dem Verlust von Lebensqualität und daraus resultierenden körperlichen und seelischen Verschlechterungen für die Betroffenen andererseits.
Am Ende steht eine qualifizierte betreuungsgerichtliche Entscheidung, die Betroffene in ihren Grundrechten schützt. Gleichzeitig trägt das Verfahren dazu bei, das Haftungsrisiko der Heime für Beurteilungs- und Pflegefehler zu minimieren.