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Pressemitteilungen

Artikel vom 06.12.2018 | zurück zur Übersicht

Ausbau zum Kompetenzzentrum für musikalische Bildung

von links: Vorsitzender Ludger Frische, stv. Vorsitzender Marcus Brinkmann und Musikschuldirektor Michael Gudenkauf mit Vertretern der Mitgliederversammlung

Landkreis Cloppenburg - Die Musikschule des Landkreises Cloppenburg stellt sich für die Zukunft auf. 2019 wird der Startschuss gegeben für einen Zukunftsplan, der konkret vorsieht, dass neben der Hauptstelle der Kreismusikschule in Cloppenburg drei weitere Nebenstellen mit eigenen Räumlichkeiten errichtet werden. Im nächsten Jahr in Ramsloh am Laurentius Siemer Gymnasium, 2020 in Friesoythe im Anbau des alten Polizeigebäudes und 2021 im Rahmen der Umbaumaßnahmen am Copernicus Gymnasium in Löningen. Um das Tätigkeitsfeld der Kreismusikschule in der öffentlichen Wahrnehmung zu erweitern, wird die Kreismusikschule über die reine Unterrichtsstätte hinaus zum Kompetenzzentrum für musikalische Bildung im gesamten Kreisgebiet weiter ausgebaut. Das Ziel der Maßnahmen ist die Verbesserung der musikalischen Versorgung in der gesamten Fläche, die Stärkung der Eigenständigkeit der einzelnen Bezirke sowie die Unterstützung aller Verbände und Städte und Gemeinden bei der musikkulturpolitischen Planung.

„Wir sind von der Wichtigkeit und gesellschaftlichen Relevanz unserer Arbeit überzeugt, gleichzeitig sehen wir uns vor großen Herausforderungen, denen wir begegnen wollen“, erklärt Musikschuldirektor Michael Gudenkauf. Beispielsweise sei die Entwicklung sowie der zu erwartende Ausbau des Ganztags im Grundsatz eine Gelegenheit, die man nutzen müsse, derzeit würden aber die Schwierigkeiten überwiegen: „Die Entwicklung hin zum Ganztagsausbau kann für uns eine Gelegenheit sein, im geschützten Bereich der Schulen unser Angebot einzubringen und Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem sozialen Umfeld zu erreichen. Das darf aber keinesfalls einhergehen mit der Verwässerung des eigenen Profils. Wir kooperieren gern und umfangreich mit rund 100 Partnern im Kreisgebiet, dies jedoch weniger als Dienstleister denn als offizieller Bildungspartner mit eigenem Profil und in guter und enger Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen“, erklärt Gudenkauf. Der Kern der Musikschule sei nach wie vor der Instrumental- und Vokalunterricht in Kleingruppen oder dem Einzelunterricht. „Die chronische Unterfinanzierung des Ganztags lässt schlichtweg keinen Einzelunterricht oder instrumentalen/vokalen Kleingruppenunterricht zu. Die Befreiung vom Ganztag ist extrem aufwändig, wenn sie zum System werden soll. Gelingt dieser Schritt aber nicht, so stehen wir vor Problemen bzgl. der Zugänglichkeit von Unterrichtsräumen außerhalb Cloppenburgs, auch die Vollzeitbeschäftigung von Musikschullehrern wäre durch die zeitlichen Einschränkungen kaum mehr möglich“, erklärt Gudenkauf weiter und ergänzt, dass es auch für die zahlreichen Musikvereine wichtig sei, dass der Unterricht möglichst räumlich nah am Wohnort angeboten werden könne.

Weiterhin soll die Musikschule noch stärker als Kompetenzzentrum für musikalische Bildung im Landkreis wahrgenommen werden: „Bereits jetzt sind unter unserem Dach auch unterschiedliche Vereine wie der Kinderchor Cloppenburg, die Kontaktstelle Musik, die Stiftung Singen mit Kindern oder das Jugendsymphonieorchester Oldenburger Münsterland beheimatet. Wir verstehen uns neben der reinen Unterrichtsstätte auch als Zentrum eines Netzwerkes und unterstützen andere Institutionen. Beispielsweise ist unsere Gesangslehrerin Beate Stanko seit diesem Jahr Geschäftsführerin der Stiftung Singen mit Kindern im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Kreismusikschule, was zu synergetischen Effekten führt. Diesen Netzwerkgedanken möchten wir ausbauen und stärker in die Öffentlichkeit bringen“, so Gudenkauf. Wichtige Aspekte dieses Standbeins könnten kurz- und mittelfristig die intensivierte Zusammenarbeit mit dem Kreismusikverband im Rahmen der Kurszertifizierungen oder die Unterstützung von Städten und Gemeinden bei kulturpolitischen Planungen sein. „Unser Netzwerk ist bereits jetzt sehr groß und dehnt sich immer weiter aus. Wir möchten dieses Netzwerk im gesamten Kreisgebiet genutzt wissen“, erklärt Gudenkauf. Er führt fort, dass ein wichtiger Grundstein dadurch gelegt worden sei, dass mittlerweile etwa 75% der Unterrichtsstunden durch festangestellte, weisungsgebundene und auch formal qualifizierte Lehrkräfte erteilt wird, was für die Kooperation besonders mit Schulen und die Übertragung von Verantwortungen unerlässlich sei.

Musik macht klug, darüber sind sich Fachleute in der Regel einig, so zeigte beispielsweise eine Langzeitstudie von Hans-Günter Bastian an Grundschülern, dass diejenigen Kinder, die erweiterten Musikunterricht genießen können, signifikant bessere Ergebnisse in einem Intelligenztest erzielten und gleichzeitig die gegenseitige Ablehnung der Kinder untereinander bedeutend geringer ist.