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Pressemitteilung vom 13.08.2010

Wirtschaftlichkeitsstudie zum Ausbau der E 233 vorgestellt - Vierspuriger Ausbau erforderlich

Cloppenburg/Meppen - Aufgrund der vorhandenen und zukünftig noch steigenden Verkehrsbelastung muss die E 233 auf der gesamten Strecke von der A 31 bis zur A 1 vierspurig ausgebaut werden. Dies ist das Ergebnis einer verkehrswirtschaftlichen Untersuchung, die dem Begleitausschuss zum Ausbau der E 233 jetzt vorgestellt worden ist. Zu der Präsentation war Ministerialrat Werner Pfeiffer aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr ins Haselünner Rathaus gekommen. Pfeiffer konnte dem Begleitausschuss berichten, dass sich auch das Bundesverkehrsministerium in Anbetracht der jetzt vorliegenden Zahlen eindeutig für einen autobahnähnlichen Ausbau der Straße ausgesprochen habe. Auf der E 233 seien bereits heute täglich bis zu 5.000 LKW unterwegs. Dies entspreche einem Verkehrsaufkommen wie es auf den Autobahnen A 28 und A 29 zusammen erreicht werde. Die Prognosen gingen davon aus, dass der LKW-Verkehr in den nächsten Jahren weiter zunehmen und auf bis zu 10.000 LKW täglich anwachsen werde, so Pfeiffer.
Bei dem derzeit vorhandenen Verkehrsaufkommen seien aus der LKW-Maut jährliche Einnahmen von rund 40 Mio. Euro zu erwarten. Ein Großteil der aktuell auf 341 Mio. Euro geschätzten Investitionskosten könne somit über die LKW-Maut finanziert werden, erklärte der Referatsleiter aus dem Niedersächsischen Verkehrsministerium. Für den Ausbau der Straße spreche auch der zu erwartende volkswirtschaftliche Nutzen, der in dem Gutachten auf 49 Mio. Euro im Jahr beziffert werde, erklärte Pfeiffer. Für die Strecke von der A 31 bis zur A 1 sei eine Reduzierung der Fahrzeit von derzeit fast 100 Minuten auf 50 Minuten für PKW und 55 Minuten für LKW zu erwarten.
Vorgestellt wurde in Haselünne auch der derzeitige Stand der Trassenplanung. Demnach soll die Straße nördlich um Löningen und Helmighausen herumgeführt werden. Auf der insgesamt 82,5 Kilometer langen Strecke sind 23 Anschlussstellen vorgesehen, wobei das Bundesverkehrsministerium diese Zahl noch reduzieren möchte. Nach Auffassung des Landkreises Cloppenburg sind die geplanten Auf- und Abfahrten jedoch erforderlich, um die Städte und Gemeinden sowie die entlang der Trasse liegenden Industrie- und Gewerbegebiete anzubinden.
Nachdem Bund und Land grünes Licht gegeben haben, wollen die Landkreise Cloppenburg und Emsland nun das Planfeststellungsverfahren vorantreiben. "Unser Ziel ist es, bis Ende 2012 alle notwendigen Unterlagen für den Planfeststellungsbeschluss zusammenzutragen, damit der Bund dann mit dem Bau beginnen kann", formulierten die Landräte Eveslage und Bröring ein ehrgeiziges Ziel. Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zum Planfeststellungsbeschluss ist die bereits laufende Umweltverträglichkeitsstudie. Die Ergebnisse dieser von den Landkreisen Cloppenburg und Emsland bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegebenen Untersuchung werden im nächsten Monat erwartet.









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