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Tipp:
Bitte beachten Sie, dass ältere Artikel durchaus heute inhaltlich überholt sein können.

Pressemitteilung vom 25.06.2010

Vielen sind sie lästig, einige reagieren gar panisch auf die gelb-schwarzen Insekten: Wespen, Hummeln und Hornissen im Garten sorgen häufig für Unmut, aber die Furcht ist unbegründet. Sie sind friedfertig, solange sie in Ruhe gelassen werden. Darauf weist die untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung hin.

Wespen unterliegen den allgemeinen Schutzbestimmungen des Naturschutzgesetzes. Für die bestandsgefährdeten Hornissen und Hummeln gelten besondere Schutzbestimmungen. Diese verbieten grundsätzlich, die Tiere unnötig oder mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Eier, Nester, Brut-, Wohn- und Zufluchtstätten dürfen ohne vernünftigen Grund weder beschädigt noch zerstört werden.
Von den Hornissen überwintert nur eine Königin. Die Altkönigin stirbt mit ihrem Volk etwa Ende Oktober, der alte Nestbau des Vorjahres wird im nächsten Sommer nicht wieder benutzt. Auch bei den Wespen überwintert nur die Königin in Erdhöhlen ( z.B. von Mäusen).

Wie verhalte ich mich?
Jedes vorhandene Nest ist eine Bereichung für den heimischen Garten und man sollte überlegen, ob ein Zusammenleben mit den Tieren für einen Sommer nicht möglich ist

Befindet sich ein Nest in unmittelbarer Hausnähe oder an häufig begangenen Stellen von Hof und Garten, lässt sich bei Beachtung einfacher Regeln sowie mit kleinen Hilfsmitteln die kurze Zeit bis zum Sterben des Wespen - oder Hornissenvolkes bis etwa Ende Oktober problemlos überstehen:

  • Im Abstand von 2-3 m vom Nest heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen (z. B. beim Rasenmähen) vermeiden und in dieser Zone die Flugbahn nicht verstellen
  • Kleinkinder durch niedrige Absperrungen vom Nestbereich fernhalten
  • Nicht mit Gegenständen in möglichen Einfluglöchern stochern und keine Wasserschläuche auf Nester richten
  • Tiere im Nestbereich nicht anatmen
  • Im Nestbereich nicht barfuss laufen
  • Nicht aus Dosen trinken
  • Keinesfalls Insektenvernichtungsmittel einsetzen
  • Fenster und Balkontüren mit handelsüblichen Fliegengittern oder Netzen absichern, damit keine Tiere in die Wohnräume gelangen können
  • Rolläden oder Jalousien den Sommer über nicht benutzen, falls die Tiere im Rolladenkasten ihr Nest gebaut haben. Im Winter kann der Kasten dann gesäubert und neu abgedichtet werden.

Wer hilft mir?
Bei Nestern in bedrohlicher Lage sollte ein "Hornissenbetreuer" des Landkreises um Hilfe gebeten werden.
Im Landkreis Cloppenburg stehen 12 engagierte Imker für Fragen zum Umgang mit Hornissen, Hummeln und Wespen den Bürgern mit Rat und Tat gegen ein geringes Entgelt zur Seite. Sie setzen sich in ihrer Freizeit für den praktischen Artenschutz ein und möchten durch eine gezielte Beratung erreichen, dass die Nester an ihren einjährigen Standorten erhalten werden.
Die zur Zeit für den Landkreis Cloppenburg tätigen Hornissenbetreuer sind unten aufgeführt. Darüber hinaus können weitere Informationen beim Landkreis Cloppenburg - Amt für Planung, Natur- und Umwelt - Tel. 04471/15-164 eingeholt werden sowie im Internet unter http://www.lkclp.de/2_kreisverwaltung/kv_naturschutz_und_landschaftspflege_download.shtml abgerufen werden.

Hornissenbetreuer im Landkreis Cloppenburg:

  • Erich Abeln, Essen-Osteressen, Tel. 05434/2471
  • Gottlieb Bauck, Garrel- Tweel, Tel. 04474/8226
  • Manfred Beck, Emstek, Tel. 04435/2163 (für den Bereich Cloppenburg)
  • Karl-Heinz Diekmann, Garrel- Varrelbusch, Tel. 04471/84685
  • Johann Dierkes, Barßel, Tel. 04499/1685
  • Dieter Eberlei, Barßel, Tel. 04499/91123
  • Werner Fendesack, Emstek- Bühren, Tel. 04447/1459
  • Uwe Hacker, Löningen, Tel. 05432/3218
  • Johannes Hagmann, Friesoythe- Neuscharrel, Tel. 04493/488
  • Herbert Janssen, Friesoythe-Neuvrees, Tel. 04493/921999
  • Marianne Thobe, Lastrup-Roscharden, Tel. 04472/8310
  • Norbert Zobel, Löningen, Tel. 05432/4202









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