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Pressemitteilung vom 31.08.2009
Landkreis Cloppenburg - So süß und niedlich kleine Katzen auch sind, es gibt leider zu viele davon. Die Folge ist, dass verantwortungslose Menschen den unerwünschten Nachwuchs, für den sie keine Abnehmer gefunden haben, einfach aussetzen. Viele dieser Katzen verwildern und pflanzen sich anschließend unkontrolliert fort oder sie landen im Tierheim. Oft sind die Katzen unterernährt und leiden an Infektionskrankheiten. Auch das vom Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung e.V. geführte Tierheim in Sedelsberg hat in den Sommermonaten regelmäßig große Probleme, die dort abgegebenen Tiere zu versorgen und möglichst zu vermitteln. Der Tierschutzverein und das Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg rufen deshalb nochmals alle Katzenhalter eindringlich dazu auf, ihre Tiere vom Tierarzt kastrieren zu lassen, um so die Katzenpopulation zu reduzieren. "Katzen werden schon mit circa sechs Monaten geschlechtsreif und können zweimal im Jahr werfen. So kann eine einzige Katze in zwei Jahren über 30 Nachkommen haben", informiert Veterinäramtsleiter Dr. Karl-Wilhelm Paschertz. Die Kastration der Katzen und Kater verhindere nicht nur die unkontrollierte Vermehrung, sondern bringe zusätzliche Vorteile, die das Zusammenleben von Mensch und Tier angenehmer machten, so Dr. Paschertz. Kastrierte Katzen streiften deutlich weniger herum als paarungsbereite Artgenossen. Und auch die nächtlichen Jaulkonzerte gehörten bei einer kastrierten Katze der Vergangenheit an. "Wer eine fremde Katze in seinem Garten entdeckt, sollte diese nicht füttern", empfiehlt Dr. Paschertz weiter. Das Füttern sei zwar gut gemeint, aber es verursache oft noch größeres Katzenleid. Durch das Füttern würden immer mehr Tiere angelockt, die sich dank der Fütterung noch besser fortpflanzen könnten. "Wer eine fremde Katze regelmäßig füttert, wird zum Tierhalter mit allen Verpflichtungen, die das Tierschutzgesetz vorschreibt. Der Tierhalter ist für Pflege, Ernährung, verhaltensgerechte Unterbringung und Kontrolle der Fortpflanzung verantwortlich", so der Veterinäramtsleiter.
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