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Nur unter Einbeziehung der Nachbargemeinden wird in Cloppenburg die Mindestschülerzahl erreicht Landkreis Cloppenburg - Die Auswertung der im Landkreis Cloppenburg durchgeführten Elternbefragung hat ergeben, dass die erforderliche Mindestschülerzahl in keiner der 13 Städte und Gemeinden erreicht wird. Selbst in der Kreisstadt Cloppenburg werden die Schülerzahlen nur erreicht, wenn in erheblichem Umfang Schüler aus den Nachbargemeinden eine Gesamtschule in Cloppenburg besuchen würden. In allen anderen Städten und Gemeinden liegen die für eine Gesamtschule zu erwartenden Schülerzahlen auch unter Hinzurechnung von Schülern aus Nachbargemeinden deutlich unter den vom Land Niedersachsen festgelegten Mindestzahlen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Befragung sollen nach Mitteilung der Kreisverwaltung am 10. September in der Sitzung des Schulausschusses des Kreistages beraten werden. Um den Bedarf für die Einrichtung von Gesamtschulen festzustellen, hatte der Landkreis Cloppenburg vor den Sommerferien einen Fragebogen an die Erziehungsberechtigten aller 8.137 Grundschülerinnen und Grundschüler verschickt. Vorangegangen waren sechs Informationsveranstaltungen, in denen die Eltern über die Unterschiede zwischen dem dreigliedrigen Schulsystem und Gesamtschulen informiert wurden. Insgesamt wurden 4.406 Fragebögen zurückgeschickt, was einer Beteiligung von 54,1 Prozent entspricht. Die große Mehrheit der Erziehungsberechtigten (78,7 %) hat sich in der Befragung für das dreigliedrige Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium ausgesprochen. Eine Gesamtschule befürworten 21,3 Prozent der Erziehungsberechtigten, wobei sich diese in etwa je zur Hälfte für die Kooperative Gesamtschule (KGS) beziehungsweise für die Integrierte Gesamtschule (IGS) ausgesprochen haben. Bei der Auswertung der Elternbefragung wurden die für ein Gesamtschulangebot abgegebenen Stimmen jeweils im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl in den einzelnen Städten und Gemeinden hochgerechnet. Dabei wurde berücksichtigt, ob in der jeweiligen Kommune mehrheitlich eine KGS oder eine IGS gewünscht wird. Dem so ermittelten Stadt- oder Gemeindeergebnis wurden dann in einem zweiten Schritt die aus Nachbargemeinden zu erwartenden Schülerzahlen hinzugerechnet. In der Stadt Cloppenburg haben sich die Befürworter einer Gesamtschule mehrheitlich (67,7 %) für eine IGS ausgesprochen. Nach der Hochrechnung auf die Gesamtschülerzahl sind für diese Schulform durchschnittlich 69 Schülerinnen und Schüler je Jahrgang aus dem Stadtgebiet Cloppenburg zu erwarten. Da auch Eltern aus den Gemeinden Cappeln, Emstek, Lastrup, Lindern und Molbergen angegeben haben, dass sie ihre Kinder auf eine IGS in Cloppenburg schicken würden, wurden diese Stimmen hinzugerechnet. Zusammen mit diesen Auswärtigen würden dann durchschnittlich 146 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang erreicht werden. Somit würde eine IGS in der Stadt Cloppenburg voraussichtlich die erforderliche Mindestzahl von 130 Schülern je Jahrgang erreichen. Allerdings bleibt insbesondere wegen der vorgenommenen Hochrechnungen fraglich, ob die Mindestschülerzahl nach den Vorgaben des Landes dauerhaft für mindestens 14 Jahre gewährleistet bleibt. Zudem muss bewertet werden, ob die Einrichtung einer Gesamtschule in Cloppenburg die vorhandenen Haupt- und Realschulen in den Nachbargemeinden gefährdet. Besonders intensiv diskutiert wird das Thema Gesamtschule in den Gemeinden Barßel und Garrel. In der Elternbefragung haben sich in Barßel 39 Prozent und in Garrel 25 Prozent für eine Gesamtschule ausgesprochen, wobei in beiden Gemeinden die KGS bevorzugt wird. Unter Hinzurechnung der aus Nachbargemeinden zu erwartenden Schüler ergibt die Berechnung für Barßel eine voraussichtliche Schülerzahl von 74 pro Jahrgang. In Garrel wäre mit 52 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang zu rechnen. Da nach den Vorgaben des Landes Niedersachsen für eine nach Schulzweigen gegliederte KGS mindestens 154 Schüler und für eine nach Schuljahrgängen gegliederte KGS mindestens 130 Schüler pro Jahrgang vorhanden sein müssen, werden die Mindestzahlen in den Gemeinden Barßel und Garrel nicht annähernd erreicht. Der Landkreis Cloppenburg weist darauf hin, dass letztlich der Kreistag über die Einrichtung von Gesamtschulen entscheiden muss. Die Elternbefragung dient als Grundlage für diese Entscheidung, wobei sie jedoch für den Kreistag nicht bindend ist. Ergebnisse der Elternbefragung für die einzelnen Städte und Gemeinden (inklusive der aus Nachbargemeinden zu erwartenden Schüler): | Stadt/Gemeinde | KGS oder IGS | voraussichtl. Schüler pro Jahr | | Gemeinde Barßel | KGS | 74 Schüler | | Gemeinde Bösel | IGS | 38 Schüler | | Gemeinde Cappeln | IGS | 26 Schüler | | Stadt Cloppenburg | IGS | 146 Schüler | | Gemeinde Emstek | IGS | 43 Schüler | | Gemeinde Essen | IGS | 17 Schüler | | Stadt Friesoythe | KGS | 89 Schüler | | Gemeinde Garrel | KGS | 52 Schüler | | Gemeinde Lastrup | KGS | 31 Schüler | | Gemeinde Lindern | IGS | 17 Schüler | | Stadt Löningen | IGS | 39 Schüler | | Gemeinde Molbergen | KGS | 23 Schüler | | Gemeinde Saterland | KGS | 63 Schüler |
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