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Keine statistisch auffällige Häufung von Krebsneuerkrankungen im Untersuchungsgebiet Cloppenburg - Die vom Landkreis Cloppenburg in Auftrag gegebene Untersuchung einer vom Verkehrs- und Verschönerungsverein für den Cloppenburger Südwesten e.V. (VVC) vermuteten Häufung von Krebserkrankungen im Südwesten von Cloppenburg ist abgeschlossen. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) und das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) haben umfassende Untersuchungsberichte erstellt, die jetzt vorgelegt wurden. Nach dem Bericht des NLGA sind in dem Untersuchungsgebiet 137 neu aufgetretene Krebserkrankungen in einem Zeitraum von 20 Jahren ermittelt worden. Auf der Basis von Referenzzahlen des Saarländischen Krebsregisters wären 121,5 Fälle zu erwarten gewesen. Diese leichte Erhöhung sei jedoch statistisch nicht signifikant, so das NLGA in seinem Bericht. Da die im Rahmen der durchgeführten Einwohnerbefragung und durch Auswertung der Todesbescheinigungen ermittelten Fallzahlen bisher nur in einer Teilregion durch die zusätzliche Auswertung ärztlicher Unterlagen überprüft worden sind, geht das NLGA zudem davon aus, dass sich die Fallzahlen bei weiterer Nachprüfung noch reduzieren. Untersucht wurde auch, ob bei einzelnen Krebsarten Häufungen aufgetreten sind. Anhaltspunkte für eine solche spezifische Erhöhung gibt es bei den Krebserkrankungen des Knochenmarks, für die sechs Fälle im gesamtem Untersuchungsgebiet ermittelt wurden. Darüber hinaus hat das NLGA weder für Teilregionen noch für einzelne Krebsarten erhöhte Krebserkrankungsraten identifiziert. Das Landesgesundheitsamt empfiehlt deshalb auch keine weiteren aufwendigen epidemiologischen Untersuchungsschritte. Allerdings könne das EKN gebeten werden, die Entwicklung der Krebserkrankungen weiter zu beobachten. Als Bestandteil der orientierenden Untersuchung des NLGA hat das EKN bereits die Todesbescheinigungen aus den Jahren 1987 bis 2006 auf Krebserkrankungen hin analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass auf 103 von 261 Todesbescheinigungen Krebsleiden dokumentiert sind. Dies entspricht einem Anteil von 39,2 Prozent gegenüber niedersächsischen Vergleichswerten von 30 Prozent. Nach der Analyse des EKN sind die Fallzahlen in den am nächsten an der Altdeponie Stapelfeld gelegenen Gebieten nicht signifikant erhöht. Die größere Zahl von Krebssterbefällen wurde in den weiter von der Deponie entfernt liegenden Untersuchungsgebieten ermittelt. Auch der Bericht des EKN liefert keine Hinweise auf Häufungen von Krebsdiagnosen, die besonders mit Umweltschadstoffen in Zusammenhang stehen. So wurden bei Frauen vor allem gynäkologische Tumore und Bauchspeicheldrüsenkrebs dokumentiert, während bei Männern Darmkrebs im Vordergrund steht. Das EKN kommt zu dem Ergebnis, dass die Untersuchung keine Hinweise ergeben habe, welche Faktoren die erhöhte Krebssterblichkeit verursacht haben könnten. Für die vom NLGA durchgeführte orientierende Untersuchung wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.553 Personen in dem nordöstlich der Altdeponie Stapelfeld gelegenen Gebiet angeschrieben und mittels eines Fragebogens zu seit 1980 aufgetretenen Krebserkrankungen befragt. Hiervon haben 1.144 (73,6 Prozent) geantwortet. Da nach einer ersten Auswertung der Befragungsergebnisse die Datenlage für eine abschließende Bewertung zu unsicher erschien, wurde zwischen den an der Untersuchung beteiligten Stellen angestimmt , dass im Nahbereich der Deponie die Ergebnisse der Befragung überprüft und auf der Basis von vorliegenden Einverständniserklärungen Auskünfte der behandelnden Ärzte eingeholt werden sollten. Die letzten noch fehlenden Daten aus diesen Nacherhebungen sind dem NLGA Ende Februar zugeleitet worden. Für die Analyse der Krebssterbefälle durch das EKN wurden die Todesbescheinigungen aller im Zeitraum von 1987 bis 2006 verstorbenen Personen mit Hauptwohnsitz im Untersuchungsgebiet ausgewertet. Den Kurzbericht des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes können Sie hier herunterladen: Krebsuntersuchung: Kurzbericht des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes Das Toxikologische Kurzgutachten zur Bewertung von Emissionen aus der Deponie Cloppenburg / Stapelfeld für die nähere Umgebung ist freigegeben worden und steht ab sofort in unserem Downloadbereich Gesundheit zur Verfügung: Krebserkrankungen Cloppenburg Südwest - Toxikologisches Kurzgutachten
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