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Zensus 2011

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Der Landkreis im Überblick Zensus 2011
Zuständig: Erhebungsstelle Zensus 2011
Ansprechpartner: Hubert Jost-Enneking E-mail: zensus2011@lkclp.de
Telefon : 04471/15-615 Telefax : 04471/85697
Ansprechpartnerin: Carina Sander E-mail: zensus2011@lkclp.de
Telefon : 04471/15-549 Telefax : 04471/85697



Zensus 2011 - Deutschland zählt durch 


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Copyright für Foto: Statistisches Bundesamt81,8 Millionen Menschen leben in Deutschland - so die amtliche Statistik. Hierbei handelt es sich allerdings um eine statistische Angabe, deren Verlässlichkeit zu überprüfen ist!
Die letzte vollständige Erhebung für das frühere Bundesgebiet fand 1987 statt, in der DDR gab es 1981 eine Volkszählung. Seitdem behilft man sich bei der Ermittlung der aktuellen amtlichen Einwohnerzahl mit einem statistischen Verfahren, der sogenannten Bevölkerungsfortschreibung. Doch dieses Verfahren wird umso ungenauer, je älter die grundlegenden Daten sind. Und seit den letzten Volkszählungen ist viel passiert: der Mauerfall, der Umzug vieler Menschen von Ost nach West, eine rasant fortschreitende europäische Integration.
Schon bei der vergangenen Volkszählung 1987 hat sich gezeigt, wie sehr die errechneten Daten von der Realität abweichen können. Weil die Datengrundlage damals auf eine Zählung im Jahr 1970 zurückging, musste die Zahl der Wohnungen deutlich korrigiert werden. Im früheren Bundesgebiet gab es eine Million Wohnungen weniger als errechnet. Das sind mehr Wohnungen, als der gesamte Wohnungsbestand von Schleswig-Holstein im Jahre 1987 umfasste.
Derzeit wird die Bevölkerungszahl Deutschlands insgesamt wahrscheinlich um ca. 1,3 Millionen Menschen überzeichnet. Das hat von Region zu Region unterschiedliche Auswirkungen: Einige Städte haben eine stärker überhöhte Einwohnerzahl als andere. Dies hat beispielsweise große Folgen für die Verteilung von Steuermitteln, die sich nach der Einwohnerzahl richtet.



Zensus 2011 - Die Befragungen 


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Copyright für Foto: Statistisches BundesamtAufgrund der EU-Verordnung vom 09. Juli 2008 über Volks- und Wohnungszählungen [siehe Linkliste] ist die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, sich an dem "registergestützten Zensus 2011" zu beteiligen.

Stichtag ist der 09.05.2011.

Der Zensus 2011 ist unterteilt in eine Haushaltebefragung, eine Gebäude- und Wohnungszählung sowie Erhebungen an Anschriften mit Sonderbereichen.

Haushaltebefragungen:
Die Haushaltebefragungen in Niedersachsen betreffen, anders als bei der letzten Befragung im Jahre 1987, nur noch 10 % der Bevölkerung. Die Belastung der Bevölkerung wird somit auf das Notwendigste beschränkt. Die Auswahl der Auskunftspflichtigen erfolgt nach einem mathematischen Zufallsverfahren durch die statistischen Ämter.

Die Befragung erfolgt grundsätzlich durch Interviewer/innen. Aber auch eine Online-Antwortmöglichkeit sowie ein selbständiges Ausfüllen und übersenden an die Erhebungsstelle ist möglich.

Gebäude- und Wohnungszählung:
Bei der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Verwalterinnen und Verwalter aller Gebäude und Wohnungen in Niedersachsen vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) direkt angeschrieben. Hierbei werden Fragen zum gesamten Gebäude wie auch zu einzelnen Wohnungen innerhalb der Gebäude gestellt.

Da in Deutschland noch kein vergleichbares Register existiert, ist die GWZ-Erhebung die umfangreichste Erhebung. Sie bietet die Chance, Informationen über die Wohnsituation der Bevölkerung in die Planungen der Infrastruktur einfließen zu lassen. Dieses ist z. B. für die Schulplanung, die Regional- und Stadtplanung, den Wohnungsmarkt, die Wirtschaftsentwicklung sowie die Entwicklung der kommunalen Finanzen von immer größerer Bedeutung.

Sonderbereiche:
Bei den Anschriften von Sonderbereichen handelt es sich um Einrichtungen und Institutionen, deren Bewohner nicht über das normale Zensusverfahren erfasst werden können. Sonderbereiche sind z. B. Justizvollzugsanstalten, Krankenhäuser, Behindertenwohnheime usw.

Die Befragung erfolgt ebenfalls durch Interviewer/innen. Auskunftspflichtig sind hier die Leitungen der Einrichtungen.

Bei allen Befragungen besteht gem. § 18 Absatz 2 des Zensusgesetzes (ZensG) [siehe Linkliste] eine Auskunftspflicht.

(Hier bitte durch Bilder, Logo etc. eine kleine Abstufung vornehmen!)



Warum braucht Deutschland einen neuen Zensus? 


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Copyright für Foto: Statistisches BundesamtUm zuverlässig wirtschaften und planen zu können, machen Unternehmen meist jährlich eine Inventur. So ähnlich kann man sich auch den Zensus vorstellen: als eine Art Inventur für das ganze Land. Und die ist überfällig, denn die Basisdaten in Deutschland sind nicht auf dem neuesten Stand.
Die Ergebnisse des Zensus 2011 werden die Basisdaten für vielfältige Analysen liefern, die wiederum die Grundlage für viele Entscheidungen bei der Infrastrukturplanung darstellen: So ist es zum Beispiel wichtig, genau zu wissen, ob eher Kindergartenplätze, Schulen oder Altenheime benötigt werden. Dazu braucht man aktuelle und verlässliche Daten.



Die Ziele des Zensus 2011 - mehr als nur Bevölkerungszahlen 


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Der Zensus verfolgt zwei Ziele. Ganz wichtig ist die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen Deutschlands. Ob Länderfinanzausgleich, die Einteilung der Bundestagswahlkreise, die Stimmenverteilung der Bundesländer im Bundesrat oder die Sitze Deutschlands im Europaparlament - all das hängt von aktuellen Einwohnerzahlen ab. Auch eine ganze Reihe von Statistiken basieren darauf, so zum Beispiel die Berechnung des jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf.
Ein zweites wesentliches Ziel des Zensus ist es, Informationen zum Wohnraum, zur Bildung und zum Erwerbsleben zu gewinnen. Wie viele Erwerbstätige gibt es, wie viele Menschen davon sind selbstständig? Wie viele Kinder werden in den kommenden Jahren wo eingeschult? Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland und wie sind sie ausgestattet? Um diese Fragen beantworten zu können, braucht man genaue und aktuelle Strukturdaten, die nur ein Zensus liefert.



Neues Zensusverfahren entlastet Bürger 


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Copyright für Foto: Statistisches BundesamtBeim Zensus 2011 kommt eine neue Methode zum Einsatz. Anders als bei der letzten Volkszählung im Jahre 1987 erfolgt der Zensus 2011 registergestützt. Das heißt bereits vorhandene Verwaltungsregister - vor allem Melderegister und erwerbsstatistische Register der Bundesagentur für Arbeit - werden genutzt. Die Mehrheit der Einwohner/innen muss daher für den Zensus 2011 keine Auskunft geben, nur ein Teil der Bevölkerung wird ergänzend direkt befragt.
Im Vergleich: Waren es 1987 etwa 500.000 Interviewer, die von Haus zu Haus gingen, sind es heute nur noch circa 80.000 (davon etwa 260 im Landkreis Cloppenburg).



Datenschutz ist oberstes Gebot 


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Ziel des Zensus 2011 ist es, Strukturdaten zur Bevölkerung und ihrer Arbeits- und Wohnsituation zu ermitteln. Informationen über die individuellen Lebensverhältnisse der einzelnen Bürger interessieren dabei nicht. Alle Hilfsmerkmale, die nur für die innerstatistische Zuordnung und Auswertung benötigt werden (zum Beispiel Name und Anschrift), werden daher so schnell wie möglich von den Erhebungsmerkmalen getrennt und auch wieder gelöscht, sobald sie für die Zuordnung nicht mehr erforderlich sind.
Alle Einwohner/innen dürfen sicher sein, dass sowohl die von ihnen abgefragten Daten als auch ihre Registerdaten den gesicherten Bereich der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nicht mehr verlassen. Die gesetzlichen Grundlagen des Zensus und des Datenschutzes verbieten es, Informationen, die für den Zensus erhoben werden, an andere Behörden oder private Institutionen und Personen weiterzureichen. Sollte etwa bei der Befragung festgestellt werden, dass zum Beispiel eine in Bonn gemeldete Person dort nicht mehr wohnt, dann findet diese Information zwar Berücksichtigung bei den Berechnungen der Einwohnerzahl Bonns. Dem Einwohnermeldeamt oder einer anderen Behörde in Bonn oder anderswo wird der Umzug dieser Person jedoch nicht mitgeteilt.

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Auf den offiziellen Seiten des Zensus 2011 [siehe Linkliste] finden Sie weitere Informationen, die Fragebögen und Erläuterungen rund um das Thema.

"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Jetzt ist es an der Zeit, bei der Erstellung einer Statistik - dem Zensus 2011 - zu helfen und somit eine solide Grundlage für politische Entscheidungen zu schaffen!

(Copyright für alle Fotos auf dieser Seite: Statistisches Bundesamt)





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